Der demografische Wandel ist für Immobilieninvestoren von besonderem Interesse. Eine wachsende Bevölkerung benötigt mehr Platz zum Arbeiten, Wohnen und zur Freizeitgestaltung, insbesondere in den Emerging Markets. In den Industrieländern werden andere Arten von Immobilien nachgefragt. Die Städte werden weiter wachsen, aber dies bedeutet nicht, dass die Nachfrage nach Immobilien mit Investmentqualität 1:1 steigt.
Asien und Nordamerika wachsen, Europa schrumpft
Es wird klare Gewinner und ebenso klare Verlierer geben. Während in Asien und, in geringerem Umfang, auch in Nordamerika die Bevölkerung wächst, leben in Europa immer weniger Menschen. Da die Bevölkerung schrumpft und die europäische Wirtschaft unter der steigenden Schuldenlast leidet, haben Länder wie Italien und Griechenland allen Grund zur Sorge.
In den Industrieländern werden die Menschen immer mobiler. Sie dürften stets dort hinziehen, wo sich neue Wirtschaftszentren bilden. Deutsche Immobilienmärkte wie Hamburg mit seinem Welthafen dürften wachsen. Aus dem mittleren Westen und dem Nordosten der USA werden immer mehr Menschen in den Süden, den Südwesten und an den Pazifik ziehen. Clevere Investoren sind diesen Trends voraus.
Konzentration in den Zentren
Tatsächlich sind US-REITS schon heute vor allem in Gebieten mit einer wachsenden Bevölkerung aktiv. In Japan, wo die Einwohnerzahl vieler Regionen zurückgeht, konzentrieren sich die wichtigen Immobilienaktiengesellschaften auf Büro- und Wohnimmobilien in der Hauptstadt. Der Rückgang und die Alterung der Bevölkerung in Europa sowie in Teilen Asiens und Nordamerikas werden sich vor allem auf den Büroimmobilienmarkt auswirken.
Schließlich dürften immer mehr Menschen in die Städte ziehen. Wirtschaftsräume wie Shanghai, Djakarta und Bangkok dürften zunehmend zu den sozioökonomischen Zentren ihrer Länder werden. Da Land und Raum knapp werden, dürften die Immobilienpreise in vielen solcher Städte kräftig steigen. Aber nicht immer hält die Stadtentwicklung damit Schritt, etwa in Indien oder Afrika. Hier dürfte dann auch weniger in Immobilienprojekte investiert werden.
Börsennotierte Immobilienwerte überzeugen durch ihre Liquidität
7 Mrd. Menschen leben auf der Erde – Tendenz steigend. Die Ressourcenknappheit wird den Trend zu einer nachhaltigeren Bauweise und einem verantwortungsvolleren Umgang mit der Umwelt verstärken. Immobilienunternehmen, die auf den demografischen Wandel reagieren, könnten sich deshalb überdurchschnittlich entwickeln.
Insbesondere in reifen Märkten könnte auch der demografische Wandel für börsennotierte Immobilienwerte sprechen. Sie sind liquide – so dass man nicht riskiert, in einem schrumpfenden Markt festzustecken.